Zu meiner Person
Ich bin vor einigen Monaten aus Bayern nach Reute gezogen. Eigentlich, wir sind umgezogen. Ich und meine vierbeinige Therapeutencrew. Gemeinsam mit diesen und anderen Menschen und Tieren arbeite ich seit mehr als 25 Jahren im Bereich Tiergestützte Therapie.
Meilensteine waren auf diesem Weg, der Aufbau des Tiergestützten Therapieangebots an der Kinderklinik Augsburg im Nachsorgezentrum des Bunten Kreises. Diese besonders vulnerable Zielgruppe – Kinder mit schweren chronisch erkranken, Krebserkrankung, Frühgeborene und Risikokinder und ihre Familien – machten eine fundierte Ausbildung von Mensch und Tier sowie eine besonders artgerechte Haltung der Tiere erforderlich. Hierfür erhielt das Team den Bayerischen Tierschutzpreis.
Ich selbst bin von Beruf Diplom Psychologin und wurde 1999 als Psychologische Psychotherapeutin approbiert. Meine Zusatzqualifikation „Fachkraft Tiergestützte Therapie“ erwarb ich 2004 im Institut für soziales Lernen mit Tieren und wechselte nach dieser Ausbildung direkt ins dortige Dozententeam. 2017 entwickelte ich mit Mitarbeiterinnen der Stiftung Sankt Johannes ein Ausbildungskonzept zur „Fachkraft Tiergestützte Intervention“.
Um die Wirksamkeit Tiergestützter Interventionen empirisch belegen zu können, nehme ich mit meiner tiergestützten Arbeit regelmäßig an Studien teil.
Das Bayerische Fernsehen, RTL und ZDF haben verschiedene Beiträge über meine tiergestützte Arbeit erstellt.
Mein Umzug nach Reute in den Hof meines Bruders, dem ehemaligen Klosterhof, ist ein Standortwechsel und soll der Fortführung meiner Arbeit unter anderen Bedingungen, jedoch mit dem gleichen Qualitätsanspruch dienen.
Die räumliche und spirituelle Nähe zum Kloster und die besondere Sensibilität meines Bruders für Natur und Bewahrung der Schöpfung sind ein ganz wunderbarer Synergieeffekt meiner therapeutischen und persönlichen Intentionen. Diese sind auf die Entwicklungspotentiale von Menschen, das Recht aller Lebewesen auf artgerechten, ethischen Umgang und angemessene Lebensbedingungen sowie die Notwendigkeit, Orte und Gelegenheit für ermutigende Erfahrungen zu schaffen, ausgerichtet. Dabei das große Ganze im Blick zu behalten, Interessen aufeinander abzustimmen und den Zauber und die Energie dieses Ortes zu bewahren, ist mir ein zentrales Bedürfnis.
Deshalb sind mein Bruder und ich darum bemüht, die Anliegen und die notwendigen Voraussetzungen aller Beteiligten ernst zu nehmen. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam einen Weg finden, alle wesentlichen Inhalte in das Vorhaben zu integrieren. Eine persönliche Begegnung und Diskussion bietet hierfür eine Chance.
